top of page
01Apr-09-55-07.jpg

Willkommen im
WELTLADEN
Andernach   informiert

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 11.00-18.00

Sa.         10:00-13:00

​

Telefon: 0151/59470145

E-Mail: weltladenandernach@gmail.com

​

Adresse

Bahnhofstr. 7 -  56626 Andernach

Veranstaltung zur Kinderarbeit bei der Kakaoernte ein toller Erfolg

Kakao, Kinderarbeit und faire Preise – ein Abend mit bewegenden Einblicken im Historischen Rathaus Andernach

IMG_8535.HEIC
IMG_8541.HEIC

Am 23. Oktober 2026 lud der Weltladen Andernach zu einer besonderen Veranstaltung ins Historische Rathaus Andernach ein. Im Mittelpunkt standen die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Kakaoanbau, die Situation von Kindern auf Kakaoplantagen und die Frage, unter welchen Bedingungen unsere Schokolade hergestellt wird. Der Rathaussaal war bis auf den letzten Platz gefüllt und zeigte das große Interesse an diesem wichtigen Thema.

Den literarischen Auftakt gestaltete Frau Dr. Claudia Schittek mit einer ersten Lesung aus dem Buch „The Bitter Side of Sweet“. Die eindringlichen Passagen bildeten den Ausgangspunkt für den anschließenden Bericht von Dr. Sylvestre Kouakou, der seine persönlichen Erfahrungen und seine Einschätzungen zur Situation im Kakaoanbau schilderte.

Kindheit auf der Plantage des Großvaters

Dr. Kouakou berichtete zunächst aus seiner eigenen Kindheit auf der Plantage seines Großvaters. Die Kinder waren damals nicht verpflichtet, auf der Plantage zu arbeiten. Sie besuchten die Schule und halfen erst nach dem Unterricht bei den anfallenden Arbeiten. Versklavte Kinder aus anderen Ländern gab es auf der Plantage nicht.

Diese Erfahrungen aus seiner Kindheit stellte er den heutigen Entwicklungen gegenüber. Durch die Veränderungen der Einkaufs- und Lieferstrukturen im Kakaohandel könne heute jedoch nicht mehr selbstverständlich davon ausgegangen werden, dass die Verhältnisse überall vergleichbar seien.

Kinderarbeit und die schwierige Umsetzung von Verboten

Im Anschluss beleuchtete Dr. Kouakou die aktuellen Bedingungen im Kakaoanbau. Zwar haben Regierungen regulierend eingegriffen und unerlaubte Kinderarbeit, die mit Ausbeutung und Versklavung verbunden ist, verboten. Die Umsetzung dieser Regelungen gestaltet sich jedoch schwierig – insbesondere in abgelegenen Regionen, in denen Kontrollen nur schwer durchzuführen sind.

IMG_8536.HEIC
IMG_8555.HEIC

Ein weiteres zentrales Problem ist die Bezahlung der Kakaobauern. Zwar gibt es einen staatlich festgesetzten Kakaopreis, dieser wird von den Händlern jedoch keineswegs immer gewährt. Für viele Bauern bedeutet das, dass sie für ihre Ernte nicht ausreichend bezahlt werden. Wenn das Einkommen kaum zum Leben reicht, fehlt häufig die wirtschaftliche Grundlage, um die Arbeit auf den Plantagen unter besseren Bedingungen zu organisieren.

Dr. Kouakou machte damit deutlich, wie eng die Lebensbedingungen der Kakaobauern, die Preisgestaltung im Handel und das Risiko ausbeuterischer Kinderarbeit miteinander verbunden sind.

Zur Veranschaulichung seiner Ausführungen zeigte er außerdem einen Ausschnitt aus einer ARD-Berichterstattung über Kinderarbeit im Kakaoanbau. Der Beitrag ergänzte seine persönlichen Erfahrungen um Einblicke in die aktuelle Situation.

Literatur und Wirklichkeit im Dialog

Unterstützt wurde der Bericht durch Lesungen von Frau Dr. Claudia Schittek aus „The Bitter Side of Sweet“. Die Verbindung von Literatur, persönlichen Erlebnissen und journalistischer Berichterstattung eröffnete den Besucherinnen und Besuchern unterschiedliche Perspektiven auf ein komplexes Thema.

Der Abend machte deutlich, dass hinter einer Tafel Schokolade weit mehr steht als ein alltägliches Genussmittel. Faire Preise für die Kakaobauern, wirksame Kontrollen und der Schutz von Kindern sind entscheidende Voraussetzungen dafür, dass Kakao unter menschenwürdigen Bedingungen angebaut werden kann.

Für den Weltladen Andernach bleibt es ein wichtiges Anliegen, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen und den fairen Handel als Beitrag zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen zu stärken.

Herzlichen Dank für die Unterstützung

Der Weltladen Andernach bedankt sich herzlich bei der KSK Mayen, bei Lotto Rheinland-Pfalz und beim Peter Hammer Verein für die großzügige Unterstützung, die diese Veranstaltung ermöglicht hat.

Unser Dank gilt ebenso Dr. Sylvestre Kouakou für seine persönlichen und aufschlussreichen Einblicke, Frau Dr. Claudia Schittek für die eindrucksvollen Lesungen sowie allen Gästen, die diesen Abend durch ihre Teilnahme zu einer gelungenen Veranstaltung gemacht haben.

IMG_8543.HEIC
IMG_8549.HEIC
IMG_8562.HEIC

Mit Unterstützung der 

Logo+KSK+Mayen+-+weißaufrot+zweizeilig.jpg
Bitter Side of Sweet.png
Peter Hammer Verlag.png

WELTLADEN INFORMATIV

LESUNG UND VORTRAG ZUR KINDERARBEIT BEI DER KAKAOERNTE

23. Oktober 2026, 18 Uhr im Historischen Rathaus

Sylvestre.jpg

Weltladen Andernach & Peter Hammer Verein laden ein zu
Lesung, Impulsvortrag, Austausch

Was zählt im Leben des 15-jährigen Amadou, sind
die Kakaoschoten, die er jeden Tag abhackt. Je
mehr es sind, desto größer ist die Chance, den
Schlägen der Bosse zu entgehen und sich und
seinen kleinen Bruder am Leben zu halten. Jahre
sind vergangen, seit sie den Hof des Großvaters in
Mali verlassen haben, um weit weg an der
Elfenbeinküste Geld für die Familie zu verdienen,
nicht ahnend, dass sie dort als Zwangsarbeiter
festgehalten würden. Mit jedem Tag schwindet
Amadous Hoffnung, je wieder frei zu sein. Dann
wird zum ersten Mal ein Mädchen ins Lager
gebracht. Khadija ist wild und widerständig und
weckt Amadous alten Kampfgeist. Als auch sie die
ganze Härte der Bosse erfährt und Seydou
Undenkbares widerfährt, planen die drei ihre Flucht.
Vor dem Hintergrund realer Verhältnisse auf
afrikanischen Kakaoplantagen erzählt Tara Sullivan
eine Geschichte von moderner Kindersklaverei:
erschütternd, berührend und spannend wie ein
Krimi. Für Jugendliche ab 14 und Erwachsene.
(Deutscher Jugendliteraturpreis 2025 – zweifache
Nominierung in den Sparten "Jugendbuch" und
"Preis der Jugendjury")

Dr. Sylvestre Kouakou arbeitete als Kind selbst in
Kakaoplantagen und promovierte mit
Förderung durch die Konrad-Adenauer-
Stiftung über Afrika-Bilder in
deutschsprachigen Medien. Er ist
Germanist und Ethnologe, lehrt als
Assistant-Professor an der Université
Alassane Ouattara Bouaké und nimmt
Lehraufträge an der Goethe-Universität
Frankfurt wahr. Seine Forschung gilt
differenzierten Perspektiven und
Expertisen in der Entwicklungspolitik
sowie im transkulturellen Austausch
zwischen Deutschland und Afrika.

Logo.jpg

Weltladen-Team auf den Spuren der Andernacher Geschichte

Stadtspaziergang.jpg

Am 3. September tauschte das Team des Weltladens Andernach für einige Stunden den Verkaufsraum gegen die Straßen und Gassen der Andernacher Altstadt. Im Rahmen eines Teamtreffens nahm die Stadtführerin Dr. Claudia Schittek die Mitarbeitenden mit auf einen spannenden Stadtspaziergang durch die bewegte Geschichte unserer Stadt.

Mit viel Fachwissen und anschaulichen Erzählungen vermittelte sie interessante Einblicke in die Entwicklung Andernachs, seine historischen Bauwerke und die Menschen, die das Stadtbild über die Jahrhunderte geprägt haben. Dabei wurde deutlich, wie wichtig das Bewusstsein für die eigene Geschichte und die Verbundenheit mit der Stadtgemeinschaft sind.

​

Als Weltladen verstehen wir uns nicht nur als Ort für Fairen Handel, sondern auch als Teil des gesellschaftlichen Lebens in Andernach. Der Stadtspaziergang bot daher eine schöne Gelegenheit, die Wurzeln unserer Stadt besser kennenzulernen, den Teamgeist zu stärken und die Verbundenheit mit unserem lokalen Umfeld zu vertiefen.

Die vielen spannenden Informationen und Geschichten machten Lust auf mehr. Deshalb freuen wir uns schon darauf, den Spaziergang zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen und weitere Facetten der Andernacher Geschichte zu entdecken.

Legal und lecker – Warum gibt es italienische Produkte im Weltladen?

Wer an einen Weltladen denkt, verbindet ihn meist mit Kaffee aus Lateinamerika, Schokolade aus Afrika oder Tee aus Asien. Doch auch italienische Produkte haben ihren Platz im Weltladen – aus einem guten Grund.

Im Fairen Handel geht es nicht nur um gerechte Preise und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Ländern des Globalen Südens. Entscheidend ist vielmehr, dass Produzentinnen und Produzenten überall auf der Welt frei, selbstbestimmt und unter fairen Bedingungen arbeiten können.

In einigen Regionen Italiens übt die Mafia bis heute erheblichen Einfluss auf Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion aus. Sie kontrolliert Betriebe, bestimmt Arbeitsbedingungen und profitiert von der Vermarktung zahlreicher Produkte. Leidtragende sind oft die Menschen, die auf den Feldern und in den Verarbeitungsbetrieben arbeiten.

Dem setzen engagierte einzelne Personen, Unternehmen und Initiativen ein starkes Zeichen entgegen. Sie bewirtschaften Felder und Betriebe, die der Mafia entzogen wurden, produzieren hochwertige Lebensmittel und stehen für Transparenz, soziale Verantwortung und faire Arbeitsbedingungen. Mit dem Kauf dieser Produkte unterstützen Weltläden gezielt diese Hersteller und leisten einen Beitrag zu einer gerechteren Wirtschaft.

Im Rahmen des langen Wochenendes mit First Friday und der Aktion „Andernach schmeckt“ lud der Weltladen Andernach deshalb zu einer Verkostung von Produkten aus mafiafreier Herstellung ein. Unter dem Motto „Legal und lecker“ konnten Besucherinnen und Besucher unter anderem Pasta, Pesto und weitere Spezialitäten probieren und sich über den Hintergrund der Initiative informieren.

Die Aktion machte deutlich: Genuss und Verantwortung gehören zusammen. Mit jedem Kauf mafiafreier Produkte setzen Verbraucherinnen und Verbraucher ein Zeichen für Fairness, Rechtsstaatlichkeit und die Unterstützung der Menschen, die sich mutig gegen organisierte Kriminalität engagieren.

Image-1.jpg

Weltladentag 2026

Weltladentag 2026_2.png

Anlässlich des Weltladentages am 9. Mai stand der Weltladen Andernach ganz im Zeichen des Aktionsmottos „Fair fruchtet“.

Besucherinnen und Besucher hatten die Gelegenheit, eine Auswahl fair gehandelter Früchte zu probieren – darunter Ananas, Mangos, Bananen und Ingwer aus nachhaltiger Produktion. Frisch zubereitete Smoothies mit Säften und Früchten aus dem Weltladen luden dazu ein, den fairen Genuss direkt zu erleben.

Begleitend dazu informierte das Team über die oftmals prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden. Gleichzeitig wurde auch auf die schwierige Situation vieler Erntehelferinnen und Erntehelfer in Südeuropa aufmerksam gemacht, die unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten.

Die Aktion machte deutlich, wie wichtig fairer Handel ist – für bessere Lebensbedingungen entlang der gesamten Lieferkette und für bewussten Konsum.

Aktionstage Grundschule

Im April und Mai fanden Aktionstage zum Thema Kakao und Fairer Handel mit drei zweiten Klassen der Grundschule Hasenfänger statt.

Die Kinder lernten dabei den Kakaoanbau sowie das Leben der Menschen in Ghana kennen. Anschaulich wurde ihnen auch der Weg der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade vermittelt. Ein wichtiger Bestandteil der Aktionstage war zudem das Gespräch über ein „faires Leben“ der Familien in den Anbauregionen und die Bedeutung des Fairen Handels.

Natürlich durfte auch das Probieren nicht fehlen: In verschiedenen Formen konnten die Kinder Kakao und Schokolade genießen und so das Gelernte mit allen Sinnen erleben.

Aktionstag Grundschule.png
Weihnachtszauber 2025_3.JPG
Weihnachtszauber 2025_1.JPG
Weihnachtszauber 2025_2.JPG

Weihnachtszaubert Burg Namedy 2025 

Fair handeln – hochwertig genießen

​

Auch in diesem Jahr war der Weltladen Andernach wieder beim stimmungsvollen Weihnachtszauber auf der Burg Namedy vertreten. Unser Stand diente dabei nicht nur dem Verkauf – im Mittelpunkt stand erneut unser zentrales Anliegen: Aufklärung über die Bedeutung und die Möglichkeiten des Fairen Handels.

Viele Besucher*innen waren überrascht, wie vielfältig und hochwertig fair gehandelte Produkte heute sind. Ein besonderes Beispiel dafür sind die beliebten Strickwaren der Marke Steppenstrolch:
Socken, Mützen, Schals und Pullover aus feinster unterschiedlicher Wolle, die in der Mongolei gefertigt werden. Diese Produkte zeichnen sich nicht nur durch ihre außergewöhnliche Qualität und Langlebigkeit aus – sie stehen auch für eine faire und transparente Wertschöpfung. Ein großer Teil der Einnahmen bleibt im Herstellungsland und trägt dort direkt zur Existenzsicherung der Produzierenden bei.

Der Weihnachtsmarkt bot uns die ideale Gelegenheit, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und zu zeigen, dass fairer Handel höchste Qualität und soziale Verantwortung miteinander verbindet. Wir freuen uns über die positive Resonanz und das wachsende Interesse an nachhaltigem Konsum.

​

An dieser Stelle möchten wir uns für die wieder sehr liebenswerte Aufnahme durch die Familie von Hohenzollern und ihren Mitarbeitern bedanken!

Link zur Webseite von Steppenstrolch

Aktionstag im KSG

KSG.JPG

Schüler über Faires Handeln informiert

​​

Beim diesjährigen Aktionstag im Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach haben wir die Gelegenheit genutzt, mit vielen Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung des Fairen Handels ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde schnell deutlich, wie groß das Interesse an globaler Gerechtigkeit, nachhaltigem Konsum und verantwortungsbewusstem Handeln ist.

Es entstanden zahlreiche spannende Gespräche, die keineswegs einseitig waren: Die Jugendlichen stellten kritische Fragen, brachten eigene Beispiele ein und begegneten uns mit einer offenen, überzeugenden Haltung. Dieser Austausch hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, auch jungen Menschen Raum für Diskussion und eigenes Nachdenken zu geben.

Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas kam der Spaß nicht zu kurz – das beigefügte Bild macht deutlich, dass Lernen, Austausch und Humor wunderbar zusammenpassen können.

​

Wir danken dem KSG herzlich für die Einladung und freuen uns darauf, den Dialog über Fairen Handel weiterzuführen.

Fairer Handel in Andernach

Faire Produkte

Fairer Handel und Nachhaltigkeit sind eng miteinander verbunden. Klima - und Umweltschutz sind uns ein großes Anliegen. Dabei achten wir als Weltladen darauf, dass alle von uns angebotenen Produkte nachhaltige Materialien und saubere Energie verwenden, sowie auf die stetige Reduktion des CO₂-Ausstoßes setzen.

Politik mitgestalten

Wir setzen uns aktiv in der lokalen Politik für faire und nachhaltige Themen ein. Durch unsere Aktionen wollen wir am politischen Leben in Andernach teilnehmen, uns für eine soziale, gerechte Zukunft in aller Welt einsetzen und auf wichtige globale Herausforderungen aufmerksam machen.

bottom of page